Geld verdienen mit Arbitrage

Mit Arbitrage ist es für einen Investor ziemlich einfach fast risikolose Gewinne zu erwirtschaften. Was Arbitrage ist, wie sie funktioniert und welche unterschiedlichen Arten es davon gibt erfährst du in diesem Artikel.

Was ist Arbitrage und wie funktioniert sie?

Nehmen wir einmal an eine  Schachtel Zigaretten kostet in Deutschland 4 EUR und in den USA 5 EUR und bei einem Handel zwischen beiden Ländern gibt es keine Steuern oder Transportkosten. In diesem Fall könntest du ohne Risiko in Deutschland Zigaretten kaufen und sie in den USA teurer verkaufen. Dieses Geschäft nennt man Arbitrage und ist eine gängige Investmentstrategie an der Börse. Durch den erhöhten Kauf von Zigaretten steigt nun der Preis in Deutschland. Im Gegensatz zu den USA, wo der Preis durch das hohe Angebot sinkt. Schlussendlich müsste sich der Preis in beiden Staaten bei 4,50 EUR einpegeln. Diese Reaktion, wird auch als Gesetzt des einheitlichen Preises bezeichnet. Sie führt zu mehr Markteffizienz.

Hier ist ein Beispiel von Rohstoff Arbitrage zu erkennen
Ein Beispiel von Rohstoff Arbitrage WTI Oil (gelb) vs. Brent Crude Oil (blau)

(Der folgende Absatz stellt keine Investmentempfehlung dar, sondern nur eine Theoretische Überlegung um Arbitrage in einem Beispiel zu veranschaulichen.)

Was du in dem oberen Beispiel erkennen kannst ist ein klassisches Beispiel von Rohstoff Arbitrage. Hierbei liegt Brent Crude Oil preislich über WTI Oil. Da beides aber annähernd das gleich Produkt darstellt, müssten sich die Preise in der Zukunft wieder angleichen. Investieren könntest du in das obere Szenario indem du WTI Oil kaufst (long gehst) und Brent Crude Oil verkaufst (shortest). Aktuell kann Arbitrage sehr gut im Bereich der Kryptowährungen durchgeführt werden.

Ähnliche Geschäfte in den dies möglich ist sind zum Beispiel:

  • Aktien vs. Wandelanleihen
  • Deutsche vs Italienische Staatsanleihen (wichtig ist dabei, dass beide Länder in der EU liegen, da die EZB gegen Zinsspreads ankämpft)
  • bei Übernahmen

Arbitragestrategien steht im Begriff fast risikolos zu sein, doch wie es der Fall von Long Term Capital Management (der Fund musste 1998 von der Fed gerettet werden) zeigt, können sich Preisunterschiede gelegentlich auch vergrößern, was gerade bei großem Einsatz von Fremdkapital zu Problemen führt.

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