Warren Buffett und effiziente Märkte

Warren Buffett und die MarkteffizienzhypotheseFür die Markteffizienzhypothese erhielt Eugen Fama im Jahr 2013 den Nobelpreis. Sie besagt, dass Märkte effizient seien, insofern  Informationen bereits in den Kursen eingepreist sind. In Folge dessen können keine Gewinne im Aktienhandel erzielt werden. Die Meinung die Warren Buffett über diese These in seinem Aufsatz „The Superinvestors of Graham and Doddsville“ verfasst hat, könnt ihr im folgenden Absatz zusammengefasst nachlesen.

Was ist die Markteffizienzhypothese?

Nach Eugen Fama gibt es drei Stufen der Markteffizienz. Die schwache Markteffizienz besagt, dass vergangene Kursdaten aus der Vergangenheit für alle Personen sichtbar sind. Demnach kann durch Chartanalyse kein Markt outperformt werden.

Ein virtuelles Beispiel: Wenn der DAX jeden Mittwoch um 2% steigen würde, würde jeder am Dienstag den DAX kaufen und ihn am Mittwoch Abend wieder verkaufen. Da dies nun aber jeder tut, verschwindet dieser Effekt.

Die mittelstarke Markteffizienz besagt, dass alle fundamentalen Daten in einen Kurs eingepreist sind. Ergo übermäßige Gewinne durch Value Investing und fundamentale Anltienanalyse sind nicht möglich.

Die dritte Form ist die der starken Markteffizienz, wonach Gewinne nicht einmal durch Insiderhandel möglich sein müssten. In der Realität sieht dies jedoch anders aus.

Warren Buffett und die Superinvestoren

Stelle dir sich einmal vor 225 Millionen Menschen verabreden sich zu einem Münzwerf-Wettbewerb. Dabei treten jeden Tag zwei Menschen gegeneinander an und müssen eine Münze werfen. Die Person, die die Seite der Münze richtig errät, erhält das Geld des anderen, welches auch den zusätzlichen Einsatz für die nächste Runde darstellt.

Nach 10 Runden haben haben alle verbleibenden Personen mehr als 1.000 USD gewonnen und wie es für uns Menschen üblich ist werden die Verblieben sich dementsprechend mit ihren Errungenschaften brüsten. Nach weiteren 10 Runden sind alle verbliebenen 215 Menschen Millionäre. Einige von ihnen werden dann losziehen und protzen wie gut sie im Münzewerfen sind, Seminare geben und vielleicht sogar Bücher über diese Thematik verfassen. Dabei werden viele Menschen ihnen zuhören und versuchen ihr Erkenntnisse anzuwenden. Was ihnen jedoch nicht klar ist, ist das das Ergebnis reiner Zufall war. Bei 225 Millionen Teilnehmer mussten Zwangsläufig nach 20 Runden alle Verbliebenden Millionäre sein.

Stelle dir nun einmal vor dieses Experiment wäre nicht von Menschen sondern von Affen durchgeführt worden. Das Ergebnis wäre auf jeden Fall das Gleiche gewesen. Aber würdest du in diesem Fall auch auf die Ratschläge der Affen zum Thema Münzraten bzw. Coinflippen hören oder Geld für Seminare bezahlen? Wahrscheinlich nicht.

Allerdings gäbe es hierbei einen kleinen Unterschied, wenn die meisten der Affen aus einem bestimmten Zoo in Omaha stammen. In diesem Fall würden sich Wissenschaftler erkundigen worin die Ursache für ihr besonders gutes Abschneiden liegt.

Im Vergleich zu den Kapitalmärkten stammt nach Warren Buffett eine ziemlich große Zahl erfolgreicher Investoren aus dem Dorf Graham – Doddsville. Die Gemeinsamkeit bei Ihnen besteht darin, dass sie alle von Ben Graham und David L. Dodd gelernt haben. Ihr Ziel ist es anhand von Unternehmenskennzahlen unterbewertete Unternehmen ausfindig zu machen und diese bei einer Überbewertung wieder zu verkaufen, um langfristige Gewinne zu erzielen. Diese Art des Investierens nennt man Value Investing und Personen wie Walter Schloss, William Browne, Bill Runae und Charts Munger, usw. haben damit über Jahre erfolgreich den Markt geschlagen.

Wenn du den Original Aufsatz nachlesen möchtest, wirst du hier weitergeleitet. Für externe Links wird keine Haftung übernommen.

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