Warren Buffett

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Warren Buffett ist einer der reichsten Menschen der Welt und zudem der wohl erfolgreichste Investoren aller Zeiten. Mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway erwarb er ein Vermögen von aktuell über 80 Mio. USD. Dabei ist die Berkshire Aktie mit einem Preis von aktuell über 300 Tsd. USD pro Stück die teuerste Aktie der Welt. Buffett ist zudem ein großer Spender für soziale Organisationen. In diesem Rahmen arbeitet er besonders eng mit Bill Gates und dessen Stiftung zusammen.

👶🏻 Warren Buffetts Kindheit

Buffett wurde im Jahr 1930 in Omaha als Sohn von Howard Buffett und Leila Buffett geboren. Sein Vater war Broker, wodurch er bereits als Kind einen engen Bezug zu Aktien hatte. Schon in jungen Jahren hatte er eine besondere Affinität für Zahlen. So dokumentierte er Statistiken, sammelt Kronkorken und nahm an Pferdewetten teil. In dieser Zeit begann Buffett bereits mit seinen ersten Geschäftstätigkeiten, wie dem Verkauf von Cola Flaschen oder dem Aufstellen von Spielautomaten in Friseur Salons. Seine erste Aktie kaufte er mit 11 Jahren. Dabei handelte es sich um die Citgo Petroleum Corporation, die Liebingsaktie seines Vaters. Als die Aktie nach größeren Verlusten von den ursprünglichen 38 USD auf 40 USD anstieg, verkaufte Buffett diese, nur um festzustellen, dass sie etwas später erheblich mehr ansteigen sollte.

Ein eher schlechtes Verhältnis hatte Buffett zu seiner Mutter. Diese litt wie viele ihrer Familienmitglieder unter Depressionen. Deshalb beschimpfte sie Warren und seine Schwester häufig ohne jeden Grund. Ein ganz besonderes Verhältnis hatte er hingegen zu seinem Vater. Dieser wurde 1942 als Republikaner in den Kongress gewählt, weshalb die Familie nach Washington umzog. Dem jungen Warren gefiel es dort gar nicht, weshalb er sich im ersten Jahr weitestgehend bei seinem Großvater in Omaha aufhielt. Später arrangierte er sich mit der Situation in Washington vor allem zuliebe seines Vaters.

🎓 Studium & Ausbildung

Nach seiner Schulzeit schrieb sich Buffett an der Wharton School ein. Da es ihm dort allerdings nicht sonderlich gut gefiel wechselte er an die University of Nebraska wo er schließlich sein Grundstudium abschloss. Seinen Master wollte Buffett dann in Harvard absolvieren, wo er jedoch abgelehnt wurde. Aus diesem Grund bewarb er sich an der Columbia Universität in New York um dort seinen späteren Mentor Benjamin Graham kennenzulernen.

Nach dem Abschluss wollte Buffett bei der Investment Gesellschaft Graham-Newman Corporation von Ben Graham einsteigen, was ihm jedoch vorerst verwehrt wurde. Deshalb arbeitet er nach seinem Studium erst einmal in der Broker Firma seines Vater. Zu dieser Zeit besuchte er einen Kurs bei Dale Carnegie für Kommunikation und Menschenführung, weil Interaktion mit andern immer schwer gefallen war. Das Zertifikat für diesen Kurs hängt heute immer noch in Warren Buffets Büro. 1954 erhielt Warren Buffett schließlich doch die Change bei Graham-Newman Corp. als Analyst einzusteigen. Diese Chance nahm er dankend an.

📈 Die Warren Buffett-Partnerships

Bereits mit 25 gründete Warren Buffett seine erste Buffett-Partnership, sein erstes Investmentunternehmen. Hierfür gewann er viele Investoren aus seiner Nachbarschaft in Omaha. Diese Partnerschaften war so strukturiert, dass Buffett alle Freiheiten besaß und nur einmal im Jahr einen Bericht über seine Investitionen abgeben musste. Zudem wurden nur Gewinne über 6% mit einer Performance Gebühr belegt, was im Vergleich zu anderen Fonds sehr günstig ist.

Nachdem er mit diesen Partnerschaften über viele Jahre erfolgreich den Markt geschlagen hatte, löste Buffett 1969 seinen Investmentpool auf. Der Grund hierfür war vor allem die sehr hohe Marktbewertung. Zu diesem Zeitpunkt hatte Buffett bereits ein Großteil seines privaten Vermögens in Berkshire Hathaway investiert. Dies empfahl er ebenso seinen Kunden. Diejenigen, die nicht in Berkshire investieren wollten empfahl er den Fond von William Ruane. Dieser war ein langjähriger Freund von Warren Buffett

💰 Berkshire Hathaway

Die Investition in Berkshire erwies sich allerdings als großer Fehler. Das Unternehmen war zwar Unterbewertet allerdings war die Textilindustrie in den USA zu dieser Zeit auf einem absteigenden Ast. Da Buffett sein Ansehen sehr wichtig ist entschloss er sich gegen die Maßnahme das Unternehmen zu schließen, solange das Textilgeschäft keine Verluste erlitt. Allerdings fing er an immer mehr private Firmen aufzukaufen. Alle diese Unternehmen blieben jedoch selbstständig und mussten nur regelmäßig Bericht an Warren Buffett erstatten.

Über die Jahre ist der Wert der Aktien, die Buffett ursprünglich für unter 10 USD kaufen konnten, auf mehr als 300.000 USD (Stand Sep. 2018) angestiegen. Berkshire gehört nun zu den 10 größten Unternehmen der Welt nach Umsatz.

Besonders bekannt sind Buffetts Brief an seine Aktionäre, die er bereits in der Buffett Buffett-Partnership jährlich versendete. Ebenso ein wichtiges Ereignis ist die Aktionärsversammlung von Berkshire Hathaway in Omaha. Sie findet  jedes Jahr statt und wird seit neustem auch für Begeisterte auf Yahoo Finance übertragen.


Die Essays von Warren Buffett kannst du hier kostenlos im Original nachlesen. Sie sind sehr lustig und lehrreich geschrieben und bieten tiefe  Einblick in Buffets denken.

Ein deutsche Übersetzung des Finanzbuch Verlages findest du *hier.


🤔 Investment Philosophy von Warren Buffett

Die Investment Philosophy von Warren Buffett wurde in seinen frühen Jahren weitestgehend von seinem Mentor Benjamin Graham geprägt. Buffett kaufte in seiner Partnership vor allem unterbewertete Aktien nach dessen Methode. Als sich mit der Zeit aber immer weniger Investments finden ließen, die Grahams Kriterien gerecht wurden, fing Buffett an stärker auf die Qualitativen Eigenschaften von Unternehmen zu achten. Eines seiner ersten Investition dieser Art war American Express.

Besonders nach Buffetts Fehlentscheidung in Bezug auf Berkshire Hathaway, tendierte dieser stärker dazu sich an der Investment Philosophy von Phil Fisher zu bedienen. Dabei hatte vor allem Charlie Munger einen großen Einfluss. Munger hatte sich bereits zuvor in seiner Investmentfirma auf den Kauf von qualitativ hochwertigen Unternehmen spezialisiert.

Bei einer Aktionärsversammlung soll sich Buffett einmal als 85% Graham und 15% Fisher beschrieben haben. Dies ist allerdings schon mehrere Jahre her. Seinen aktuellen Investitionen nach, könnte man dieses Zitat wohl einfach umdrehen (15% Graham; 85% Fisher).

🔈 Mehr zu Warren Buffett

Warren Buffets bekanntesten Veröffentlichungen sind seine Briefe an die Shareholder von Berkshire Hathaway und sein Aufsatz über die Superinvestoren von Graham und Doddsville.


Wenn du mehr über Warren Buffett erfahren möchtest kannst du gerne seine autorisierte Biografie *Das Leben ist wie ein Schneeball lesen. Allerdings würden wir eher die englische Biografie von Roger Lowenstein *The Making of an American Capitalist empfehlen. Diese ist um circa die Hälfte kürzer, preislich günstiger und spannender in der Darstellung.

Wir hoffen der Artikel über den größten Investor aller Zeiten hat dir gefallen. Bei Fragen kannst du gerne einen Kommentar dalassen.

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